Eule oder Lerche Test mit 5 Fragen zum Chronotyp
Du wachst am Wochenende erst um zehn Uhr auf und fühlst dich richtig fit. Dein Kollege hat zu dieser Zeit schon den halben Tag geschafft. Während du morgens nur langsam in Schwung kommst, hältst du abends lange durch. Diese Unterschiede liegen an deinem Chronotyp. Mit fünf Fragen findest du heraus, ob du eine Eule, eine Lerche oder ein Mischtyp bist. Der kurze Test orientiert sich an wissenschaftlichen Fragebögen. Er zeigt dir, wie dein natürlicher Schlaf-Wach Rhythmus aussieht.
Bevor du startest
Dieser kurze Selbsttest orientiert sich am Morningness-Eveningness Questionnaire (MEQ). Dieser wissenschaftliche Fragebogen zeigt dir, ob du eher ein Morgen- oder ein Abendtyp bist. Die folgende Kurzfassung ersetzt den vollständigen, offiziellen Test allerdings nicht.
Damit dein Ergebnis gut zu deinem natürlichen Rhythmus passt, beantworte die Fragen für Tage, an denen du frei über deine Zeit bestimmst. Denk dabei an ein Wochenende ohne Termine oder einen langen Urlaub, in dem dich kein Wecker und keine festen Pflichten wecken.
Der Eule oder Lerche Test mit fünf Fragen
Beantworte die folgenden fünf Fragen so ehrlich wie möglich. Such dir dabei immer die Antwort aus, die am besten zu dir passt. Am Ende bekommst du dein Ergebnis und erfährst, ob du eher eine Lerche, eine Eule oder ein Mischtyp bist.
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Wann würdest du aufstehen, wenn du frei entscheiden könntest?
- Vor 06:30 Uhr → 1 Punkt
- Zwischen 06:30 und 07:45 Uhr → 2 Punkte
- Zwischen 7:45 und 9:45 Uhr → 3 Punkte
- Zwischen 9:45 und 11 Uhr → 4 Punkte
- Zwischen 11 und 12 Uhr → 5 Punkte
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Wann würdest du schlafen gehen, wenn du es dir aussuchen könntest?
- Zwischen 20 und 21 Uhr → 1 Punkt
- Zwischen 21 und 22:15 Uhr → 2 Punkte
- Zwischen 22:15 und 00:30 Uhr → 3 Punkte
- Zwischen 00:30 und 1:45 Uhr → 4 Punkte
- Zwischen 1:45 und 3 Uhr → 5 Punkte
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Wie wach fühlst du dich in den ersten dreißig Minuten, nachdem du von selbst aufgewacht bist?
- Sofort hellwach, keine Anlaufzeit → 1 Punkt
- Ziemlich fit, geht gut los → 2 Punkte
- Mittelmäßig, so lala → 3 Punkte
- Verschlafen, brauche eine ganze Weile → 4 Punkte
- Komplett benebelt, bin kaum ansprechbar → 5 Punkte
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Wann arbeitest du am liebsten an einer Aufgabe, für die du dich voll konzentrieren musst?
- Frühmorgens zwischen 5 und 8 Uhr → 1 Punkt
- Vormittags zwischen 8 und 10 Uhr → 2 Punkte
- Mitten am Tag zwischen 10 und 17 Uhr → 3 Punkte
- Am späten Nachmittag oder Abend zwischen 17 und 22 Uhr → 4 Punkte
- Spät nachts zwischen 22 und 5 Uhr → 5 Punkte
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Wie würdest du dich selbst einschätzen?
- Durch und durch Morgenmensch → 1 Punkt
- Eher Morgenmensch, aber nicht komplett → 2 Punkte
- Weder noch, irgendwo dazwischen → 3 Punkte
- Eher Abendmensch, aber nicht komplett → 4 Punkte
- Durch und durch Abendmensch → 5 Punkte
Klare Lerche (5–9 Punkte)
Du bist eine richtige Lerche. Dein Körper orientiert sich an den frühen Morgenstunden. Meistens wachst du früh auf, wirst schnell wach und konzentrierst dich schon kurz nach dem Aufstehen sehr gut. Am Abend hast du dagegen weniger Energie, weshalb du lieber zeitig schläfst, statt lange wach zu bleiben. Wenn dein Alltag zu deinem Rhythmus passt, nutzt du deine produktive Zeit am Vormittag voll aus. Späte Termine oder eine zu späte Schlafenszeit strengen dich hingegen an.
Leichte Lerche (10–13 Punkte)
Du bist eher ein Frühaufsteher, auch wenn du nicht extrem früh aus dem Bett musst. Meistens startest du gut in den Tag und fühlst dich am Vormittag richtig fit. Trotzdem passt du dich flexibel an verschiedene Tagesabläufe an und gehst abends nicht immer zeitig schlafen. Deine meiste Energie hast du zwar in der ersten Tageshälfte, aber du schaffst oft auch am Nachmittag noch viel. Wenn du wichtige Aufgaben planst, probier doch mal aus, ob sie dir am Morgen leichter fallen.
Taube oder Mischtyp (14–17 Punkte)
Dein Ergebnis liegt genau zwischen den beiden Extremen. Du bist weder ein ausgeprägter Morgenmensch noch eine deutliche Nachteule. Damit gehörst du zum mittleren Bereich, den man als Mischtyp bezeichnet. Du startest morgens gut in den Tag, brauchst aber nicht unbedingt die ganz frühen Stunden, um fit zu sein. Auch am Nachmittag arbeitest du konzentriert. Wie viel Energie du am Abend hast, entscheiden dein Schlaf, dein Alltag und deine Gewohnheiten. Achte einfach darauf, wann du dich am wachsten fühlst, statt dich fest auf einen Typ festzulegen.
Leichte Eule (18–21 Punkte)
Du bist eher der Eulen Typ. Das Aufstehen am Morgen fällt dir oft schwer, aber über den Tag wirst du immer fitter. Am Nachmittag oder Abend kannst du dich besonders gut konzentrieren und hast viel Energie. Wenn du deinen Tag selbst planst, erledigst du schwierige Aufgaben wahrscheinlich lieber spät. Ein sehr früher Start in den Tag passt nicht gut zu deinem natürlichen Rhythmus. Falls möglich, hilft es dir, wenn du deinen Schlaf und deine Arbeit mehr an deine persönlichen Wachphasen anpasst.
Klare Eule (22–25 Punkte)
Du bist eine echte Eule. Dein natürlicher Rhythmus ist auf die späteren Stunden ausgelegt. Morgens kommst du wahrscheinlich erst langsam in Schwung, während du am Nachmittag und Abend richtig aufdrehst. Du gehst lieber spät ins Bett, anstatt früh schlafen zu gehen. Das heißt nicht, dass du weniger Schlaf benötigst, sondern dass sich deine Wachphasen einfach nach hinten verschieben. Ein Alltag, der sehr früh beginnt, verlangt dir deshalb viel ab, wenn du ständig gegen deine innere Uhr lebst. Erledige anspruchsvolle Aufgaben am besten dann, wenn du dich am fittesten fühlst und achte darauf, dass du genug schläfst.
Das fängst du mit deinem Ergebnis an
Das Ergebnis zeigt dir erst einmal, wann du dich am Tag am fittesten fühlst. Schau einfach mal, ob das für dich so stimmt. Beobachte selbst, wann du abends müde wirst, wie gut du morgens aus dem Bett kommst und wann du dich am besten konzentrieren kannst. Achte dabei auch darauf, wie du dich am Wochenende im Vergleich zu Arbeitstagen verhältst.
Alltagstaugliche Achtsamkeitsübungen für Anfänger
Wenn du am Wochenende viel später schläfst und aufstehst als unter der Woche, leidest du vielleicht unter Social Jetlag. Das bedeutet, dass deine Schlafzeiten an freien Tagen stark von deinem Arbeitsalltag abweichen. Dein Zeitplan passt dann wahrscheinlich nicht so gut zu deinem natürlichen Rhythmus.
Du kannst versuchen, deinen Schlaf schrittweise an deinen Alltag anzupassen. Feste Zeiten, viel Licht am Morgen und weniger Licht am Abend unterstützen dich dabei. Wie viel du an deinem Rhythmus ändern kannst, bestimmt aber dein Typ. Wer eine echte Eule ist, wird nicht so leicht zu einer dauerhaften Lerche.
Dein Typ hilft dir auch dabei, deinen Tag besser zu planen. Wenn du weißt, wann du am wachsten bist, legst du schwierige Aufgaben am besten genau in diese Zeit. So nutzt du deine Energiephasen aus, ohne dass du gleich dein ganzes Leben ändern musst.
Wie zuverlässig ist der Test?
Mit diesen fünf Fragen kannst du dich selbst erst einmal einschätzen. Sie ersetzen aber keine wissenschaftliche Messung deines Chronotyps. Der richtige „Morningness-Eveningness Questionnaire” (MEQ) besteht aus 19 Fragen und untersucht genau, ob du eher morgens oder abends aktiv bist. Mein Kurztest lehnt sich zwar daran an, ist aber kein geprüftes Messinstrument. Sieh dein Ergebnis daher bitte nur als grobe Orientierung an.
Ein anderer bekannter Test ist der Münchner Chronotypen-Fragebogen (MCTQ). Im Gegensatz zum MEQ fragt er eher ab, wann du an Arbeitstagen und an freien Tagen tatsächlich schläfst. Aus diesen Zeiten berechnet man die Mitte deines Schlafs an freien Tagen. Dabei zieht man auch ab, ob du vorher Schlaf nachholen musstest. Dieser Wert zeigt dir dann deinen Chronotyp.
Beide Methoden schauen sich dein Schlafverhalten von verschiedenen Seiten an. Der MEQ erfasst vor allem, was du selbst lieber magst und wann du dich am liebsten bewegst oder arbeitest. Der MCTQ achtet mehr darauf, wann du wirklich im Bett liegst. Beide Fragebögen stecken dich nicht in eine starre Schublade.
Falls dein Ergebnis nicht zu deinem Gefühl passt oder du genau zwischen zwei Typen liegst. Beobachte dich am besten über mehrere freie Tage selbst: Wann schläfst du ohne Wecker ein, wann wachst du auf und wann fühlst du dich richtig fit? Achte dabei darauf, dass du genug schläfst, denn Schlafmangel kann dein Ergebnis verändern.
Eule oder Lerche? Häufige Fragen zum Test
Kann sich mein Chronotyp im Laufe des Lebens verändern?
Dein Chronotyp verändert sich im Laufe deines Lebens. Als Kind gehörst du im Durchschnitt eher zu den Frühaufstehern. In der Pubertät verschiebt sich dein Schlafrhythmus nach hinten. Deshalb wirst du als Jugendlicher abends später müde und kommst morgens schwerer aus dem Bett. Wenn du erwachsen bist, wandert dein Rhythmus meistens wieder nach vorne. Wann und wie stark das passiert, unterscheidet sich aber bei jedem. Dein Testergebnis bleibt deshalb nicht unbedingt ein Leben lang gleich. Falls sich dein Schlafverhalten über die Jahre ändert, hilft es dir, wenn du den Test einfach noch einmal machst.
Was bedeutet es, wenn ich zwischen zwei Kategorien liege?
Die Übergänge zwischen den Chronotypen sind fließend. Wenn dein Ergebnis nah an einer Grenze liegt, passen vielleicht Merkmale von beiden Gruppen zu dir. Ein einziger Punkt Unterschied verändert deine innere Uhr nicht sofort grundlegend. Beobachte etwa zwei Wochen lang, wann du ohne festen Plan schläfst und aufwachst und wann du dich am wachsten fühlst. So ordnest du dein Ergebnis besser ein. Achte dabei darauf, dass du genug schläfst.
Ist der Test bei Schichtarbeit sinnvoll?
Wenn du im Schichtdienst arbeitest, ist die Einschätzung etwas schwieriger, da deine wechselnden Arbeitszeiten deinen natürlichen Schlafrhythmus stören. Der Test hilft dir trotzdem weiter, wenn du bei deinen Antworten an deine liebsten Schlaf- und Wachzeiten denkst und nicht nur an deinen aktuellen Dienstplan. In einer längeren freien Zeit beobachtest du deine natürlichen Schlafgewohnheiten besser. Das heißt aber nicht, dass sich dein Rhythmus in dieser Zeit sofort komplett anpasst. Interpretiere dein Ergebnis deshalb vorsichtig, besonders wenn deine Schichten oft wechseln.
Was ist der Unterschied zwischen MEQ und MCTQ?
Der Morningness-Eveningness Questionnaire fragt vor allem ab, ob du dich selbst eher als Morgen- oder Abendmensch siehst und wann du am liebsten aktiv bist. Der Münchner Chronotypen-Fragebogen schaut dagegen genauer darauf, wann du an Arbeitstagen und an freien Tagen tatsächlich schläfst. Der MCTQ bezieht mit ein, dass du an freien Tagen Schlaf nachholst. So lässt sich die Mitte deiner Schlafzeit an freien Tagen berechnen. Wenn man dabei das vorherige Schlafdefizit abzieht, zeigt das deinen echten Chronotypen an. Beide Fragebögen untersuchen also verschiedene Seiten des Schlafrhythmus.
Welcher Chronotyp ist am häufigsten?
Die meisten Menschen liegen irgendwo zwischen den typischen Morgen- und Abendtypen. Du gehörst also wahrscheinlich weder eindeutig zu den Lerchen noch zu den Eulen, sondern bevorzugst eine Zeit dazwischen. Wie genau sich diese Typen verteilen, kommt auf die jeweilige Gruppe, dein Alter und die Art der Messung an. Dein Ergebnis bewertet daher nicht, ob dein Schlafrhythmus gut oder schlecht ist. Es zeigt dir einfach nur, zu welcher Tageszeit deine innere Uhr dich am liebsten aktiv werden lässt.